die Entscheidung

Rhodos Marmaris045
Ja, wir sind es und einen Monat später befreien wir die Witch von sehr viel Ballast , um nach einer Woche in Richtung Marmaris, Türkei überzusegeln. Dort haben wir nämlich eine Werft gefunden, die einen sehr guten Eindruck auf uns macht, und die wir beauftragen, einige dringend notwendige Arbeiten an ihr auszuführen. Der Rumpf muss sandgestrahlt, ausgebessert und gemalt werden. Das Cockpit benötigt eine neue Verschalung, die Bilge und der ganze Innenrumpf wird ausgebessert , der Motor überholt und der Motorenraum gereinigt und isoliert, die Scheuerleiste erneuert und vieles mehr. Wir schliessen mit dem Werftmanager einen 5-seitigen Vertrag ab über die auszuführenden Arbeiten. Das Sandstrahlen wird noch während unserer Anwesenheit in Marmaris erfolgreich von einem normalerweise nur für die Marine tätigen Unternehmen zu Ende geführt und so verlassen wir unsere Witch im guten Glauben, sie in fachmännischen Händen zu lassen.
Rhodos Marmaris072
Hin und wieder erhalten wir via E-Mail Informationen über den Stand der Revision mit der gleichzeitigen Bitte, Geld zu schicken. Und im Mai des darauf folgenden Jahres ist es dann soweit. Wir können endlich unser "neues" Schiff besichtigen gehen. Ein warmes Willkommen von den Werftleuten kann unsere Nervosität nicht mindern und als es dann fast schon dunkel ist, "lässt" man uns zu unserem Schiff, nicht ohne uns vorher zu avisieren, dass es besser sei, wenn wir die ersten 2-3 Nächte im Hotel verbringen würden.
Rhodos Marmaris078
Von aussen begrüsst uns eine neu grundierte, strahlende Witch, aber das ist dann schon ziemlich alles. Von den beauftragten und natürlich bereits bezahlten Arbeiten sind so cirka die Hälfte erledigt und davon muss einiges nochmals neu gemacht werden. Es beginnen unsere wohl anstrengendsten 3 Wochen Urlaub. Leider hat sich einmal mehr herausgestellt, dass man keine - auch nicht die kleinste - Arbeit ohne eigenes Dabeisein beauftragen darf. Tröstlich in dieser Zeit sind uns die Bekanntschaften mit anderen, versierteren Bootsbesitzern, denen in ihrer Vergangenheit ähnliches widerfahren ist. Jedenfalls arbeiten wir bis zum letzten Tag im Schweisse unseres Angesichts. Nicht ein einziger Segeltag ist uns vergönnt, aber das sollte noch kommen. Jedenfalls sind wir bemüht, die Albatros Marina so schnell wie möglich zu verlassen und die miserablen Erfahrungen mit ihr schnell zu vergessen, was gar nicht so einfach ist, zumal bei den folgenden Arbeiten deren Pfusch immer mehr zu Tage treten soll.
Toern99
Zurück in der Schweiz entscheiden wir, die Witch von Grund auf restaurieren zu lassen. Nach den in der Türkei gemachten Erfahrungen stellt sich nun natürlich die Frage, wo und von wem.


weiter-button